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Klimaschutz im Verein ist kein Luxus:

Die DJK Unterweißenbrunn setzt auf Nachhaltigkeit

acht Menschen stehen vor einer Leinwand lächelnd nebeneinander und halten ihre Urkunde und ihren Pokal  in der Hand

Auf dem Foto, beginnend von links:

Markus Merz (Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Main-Rhön), Jörg Pretscher (SV Rödelmaier), Katharina Senft (Schachklub Arnstein), Marco Schmitt (SV Rödelmaier), Laura Schalkhäuser (Schachklub Arnstein), Matthias Kirchner (DJK Unterweißenbrunn), Laura Keßler (DJK Unterweißenbrunn), Klaus Greier (Bezirksvorsitzender des BLSV).

Bild: Anne Pretscher, Marketing, VR-Bank Main-Rhön

Die VR-Bank Main-Rhön überreicht den „Großen Stern des Sports“ in Bronze, 500 Euro und das Ticket für das Finale auf Landesebene an die DJK Unterweißenbrunn.

„Ehrenamtlich bewegt, von Schafen gemäht: die DJK auf dem Weg zum Klimavorbild“. Mit diesem Projekt hat die DJK Unterweißenbrunn, ein Sportverein mit 234 Mitgliedern, voll ins Schwarze getroffen und den „Großen Stern des Sports“ in Bronze gewonnen. Ein Preis, der von der VR-Bank Main-Rhön mit 500 Euro dotiert ist und zudem das Ticket für die „Sterne des Sports“ in Silber auf Landesebene am 26. November in München beinhaltet. Für den dortigen Sieger heißt es dann „Wir fahren nach Berlin“ zum Bundesfinale, wo der „Stern des Sports“ in Gold verliehen wird.

Den zweiten Platz im Geschäftsbereich der VR-Bank Main-Rhön teilen sich der SV Rödelmaier („Ein Team: auf und neben dem Platz“), der Schachklub Arnstein („Smart. Social, Schach. – Die Arnsteiner Generationen-Offensive“) und der Eagles Fightclub aus Meiningen („Pioniere auf der Matte: Wie wir den Kampfsport in Thüringen neu definieren“), was für jeden Verein mit dem kleinen „Stern des Sports“ in Bronze und jeweils 250 Euro honoriert wurde.

Steigende Energiekosten motivieren Verein zu nachhaltigen Lösungen

Markus Merz, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Main-Rhön, nahm in Brendlorenzen die Ehrung vor und lüftete das Geheimnis um den Sieger. Ein Sieger, gekürt von einer dreiköpfigen Jury, bestehend aus dem Sportredakteur der Main Post, Florian Karlein, dem BLSV-Bezirksvorsitzenden Klaus Greier und Anne Pretscher, Abteilungsleiterin Marketing/Digitaler Vertrieb der VR-Bank Main-Rhön.

Matthias Kirchner vom Vorstandstrio der DJK Unterweißenbrunn beschreibt das Engagement seines Vereins in der Bewerbung so: „Was passiert, wenn Ehrenamt auf Schafherde trifft? Bei der DJK entsteht daraus ein fast CO₂-neutraler Sportbetrieb auf dem Dorf – trotz begrenzter finanzieller Mittel.“ Auslöser seien stark steigende Energie- und Wasserkosten gewesen. Kirchner: „Wie soll ein kleiner Verein seinen Platz bewässern, das Flutlicht bezahlen und gleichzeitig Kindern und Erwachsenen weiterhin günstigen Sport ermöglichen? Unsere Antwort: Wir drehen an allen Stellschrauben – kreativ, nachhaltig und mit vielen helfenden Händen.“

Kern des Engagements sei ein Bündel ineinandergreifender Maßnahmen gewesen. So wurden unter anderem die Flutlichtanlagen auf zwei Sportplätzen auf LED-Beleuchtung umgestellt, die alte Beregnungsanlage durch eine deutlich sparsamere und effizientere Anlage ausgetauscht und ein knapp 50 Meter tiefer Tiefbrunnen gebohrt, der die vereinseigene Regenwasserzisterne speist.

Der Benzinrasenmäher wurde durch einen elektrischen Mähroboter ersetzt, eine Photovoltaikanlage inklusive Stromspeicher installiert. Die Pflege der umliegenden Grünflächen auf dem Sportgelände übernehmen, daher auch der Titel, Schafe und Ziegen. Blühstreifen wurden rund um das Vereinsgelände angelegt.

DJK setzt auf Klimaschutz im Vereinsleben

So wird laut Matthias Kirchner aus einem normalen Fußballverein ein lokales Klimaschutzprojekt. „Wir zeigen: Klimaschutz im Verein ist kein Luxus, sondern schafft finanzielle Entlastung, stärkt das Miteinander im Dorf und macht Lust, Sport und Umwelt neu zu denken. Wer unseren Platz besucht, merkt schnell: Hier wird nicht nur gekickt – hier wächst Zukunft.“ Das Engagement der DJK mit viel Leidenschaft und Herzblut für Nachhaltigkeit wurde bereits mit einer Reihe von Auszeichnungen auch auf überregionaler Ebene gewürdigt.

Den Wettbewerb „Sterne des Sports“, initiiert durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und die Volksbanken und Raiffeisenbanken, gibt es seit 2004 und wird von höchster politischer Ebene begleitet: In den vergangenen Jahren haben die Bundeskanzler(in) und der Bundespräsident die Bundessieger im jährlichen Wechsel persönlich ausgezeichnet.

Text: Peter Hüllmantel, Main Post